Willkommen auf dem Blog zum 1:1- computing- Projekt in Guttannen


Seit Sommer 2010 erprobt eine 5./6. Klasse im kleinen Berner Oberländer Bergdorf Guttannen 1:1- computing im Unterricht, es werden hierfür Netbooks und Tablets eingesetzt. Wegen einer Klassenzusammenlegung findet das Projekt seit Sommer 2012 in der Gesamtschule (1.-6. Klasse) statt. In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Bern werden Erfahrungen gesammelt, wie sich die kleinen Computer und Tablets im Unterricht und als Hilfsmittel bei der Bearbeitung der Hausaufgaben einsetzen lassen.

Auf diesem Blog werden regelmässig aktuelle Informationen zu Unterrichtsszenarien sowie technischen Inhalten festgehalten. Weitere Detailinformationen zum Projekt finden sich bei den ältesten Posts vom Sommer 2010.

Dienstag, 31. Januar 2012

Medienrummel oder: Das Rad nicht neu erfunden



Davon, dass in einer grossen Schweizer Tageszeitung ein Artikel mit dem Titel "Bei Lawinengefahr unterrichten Lehrer via Skype" publiziert wurde und mit jener Schule unsere Schule gemeint war, erfuhr ich per Zufall. Doch seither geht die Post ab: Auf ein Telefonat von der Erziehungsdirektion folgte jenes der wohl renommiertesten Schweizer Zeitung (nein, nicht jene mit 5 Buchstaben...), bald darauf meldete sich das Schweizer Fernsehen und danach....?

Oh, la, la, was ein kleines Projekt in einem kleinen Schweizer Bergdorf doch alles auslösen kann... 



Ich möchte festhalten, dass wir hier in Guttannen nichts wirklich Aussergewöhnliches und Sensationelles tun und auch das Rad nicht neu erfunden haben. Der nachfolgende Filmbericht über vernetzte Schulen in Norddeutschland zeigt, dass es andernorts bedeutend mehr Innovation gibt:


Trotzdem: vielen Dank für die Blumen...!

Sonntag, 15. Januar 2012

Abschied vom Desktop- Zeitalter


Am 16. Januar 2012 nimmt die Schule Guttannen Abschied vom letzten Desktop- Computer. Lasset uns beten….


Über viele Jahre hinweg war unser Schulzimmer von einer zunehmenden Zahl Bildschirme und Towers überstellt und glich zeitweise eher einem Grossraumbüro denn einem Klassenzimmer. Als angenehme räumliche „Erleicherung“ erlebten wir bereits die Umstellung auf thin clients, welche uns zumindest vom Gesurre der Towers erlösten und optisch wieder etwas Luft ins Klassenzimmer brachte.

Im Sommer 2010 erfolgte dann der „grosse Coup“: innerhalb weniger Wochen wurden alle Desktop- Computer inkl. Bildschirme auf ricardo verscherbelt und durch die kleinen Netbooks ersetzt. „Wo bitte sind denn in diesem Zimmer nun die Computer“, wollte letztes Jahr eine sichtlich irritierte Journalistin wissen, als sie unser Klassenzimmer mit dem Auftrag betragt, einen Bericht über Guttannens „1:1- Computing – Projekt“ zu schreiben. In der Tat, unser Klassenzimmer glich schon im vergangenen Jahr eher einer altehrwürdigen Schulstube denn einem „Klassenzimmer der Zukunft“. Die Netbooks sind diskret in einem kleinen  handgezimmerten Gestell verräumt und nichts würde vermuten lassen, dass in diesem Zimmer etwas mehr Computereinsatz stattfindet denn im Landesdurchschnitt.

Wir Lehrkräfte arbeiteten weiterhin am ehemaligen Host- PC unseres thin- client- Systems, welcher uns als noch sehr gut erhaltenes Relikt aus der Desktop - Ära geblieben war. Jener  mächtige, leistungsstarke Tower bot uns Rechenstärke, die wir längst nicht mehr benötigten. Spätestens als die SchülerInnen im Rahmen des Projektes „Klimapioniere“ (siehe frühere Blogeinträge) die Stromfresser im Klassenzimmer eruieren mussten, geriet dieser PC ins Schussfeld der Kritik. Wir haben jenen Rechner flugs auf ricardo zum Verkauf ausgeschrieben und durch ein Netbook ersetzt.

Seit jenem Moment stand auf dem Lehrerpult aber noch eine relativ verwaister Flachbildschirm, um mal etwas gross anzuschauen, falls nötig. Dieser Fall trat allerdings nie ein und so konnte auch dieses Überbleibsel aus den "good old times" ausrangiert werden. Da wir Inhalte vom Lehrer- Netbook statt auf ein Whiteboard (nice to have aber wir haben im Moment keinen Bedarf dafür) mit dem Beamer auf eine schlichte Leinwand projizieren, wirkt unser Klassenzimmer nach wie vor eher wie ein rustikale Schulstunde aus Gotthelfs Zeiten denn wie ein high tech – classroom.

als es im Klassenzimmer noch von Bildschirmen wimmelte... Hier im Einsatz mit thin clients.













Als ich vor noch nicht allzu langer Zeit unserem regionalen Computer- Fachmann und Lieferanten der meisten Computersysteme für Schulen und Firmen in der Umgebung von unseren damals im Klassenzimmer eingesetzten thin clients berichtete, schaute er mich staunend an. Diese Art von Geräten waren ihm ganz offensichtlich unbekannt. Er stattet auch weiterhin Schulen und Firmen mit Desktop Computern aus, wohl ohne auf die günstigere Alternative hinzuweisen. Ich frage mich, wofür besonders an Schulen die grosse Rechenleistung dieser Geräte nützlich sein sollte und weshalb nicht die Schulen selbst auf die schlankere, günstigere und bedeutend resourcenschonendere Variante der thin clients drängen. Wir waren von jenen "kleinen Kästchen" begeistert und haben sie nur deshalb durch Netbooks ersetzt, weil die Bildschirme im Klassenzimmer viel Platz beanspruchten und die Kinder natürlich einen thin client nicht nach Hause oder in einen andern Raum des Schulhauses mitnehmen konnten.

Da nun unser Lehrer- PC nach Monaten des Wartens auf einen ricardo – Käufer endlich zu einem sehr bescheidenen Preis verkauft wurde und morgen als Paket unser Schulhaus verlässt, verabschieden wir uns hier in unserer kleinen Bergschule definitiv vom Desktop- Zeitalter und denken, dass etwas Ähnliches nie wiederkehren wird. Die Zukunft gehört den kleinen, schlanken und mobilen Geräten! Vorbei sind die Zeiten der klobigen grossen Stromfresser. Die neuen Geräte, seien es Net- oder Notebooks sowie Tablets, werden in den nächsten Jahren die Schule revolutionieren. Es laufen rund um den Erdball längst viele verschiedene Pilotprojekte im Bereich von 1:1 -computing wie Professor Beat Döbeli in seinem Wiki dokumentiert. 

Auch an unserer Schule wird es in den kommenden Monaten nochmals eine Umstellung geben... Jene kann allerdings hier noch nicht im Detail beschrieben werden, zumal sie zuerst fertig projektiert sein muss. Wie die Jungfrau zu ihrem Kind kommt die Schule Guttannen zu einem neuen Pilotprojekt, welches nochmals einige technische Veränderungen ins Klassenzimmer bringt. Einige Stichworte : Swisscom – Klassenzimmer der Zukunft – Vernetzung mit andern Schulen – Video–Teaching…..

Wir bleiben dran….

Unser Klassenzimmer im Januar 2012. Die seltsamen Holzkisten in der Bildmitte sind Cajóns, Sitztrommeln. Quizfrage: Wo sind die Computer geblieben?

Montag, 9. Januar 2012

Ein Schultag mit Skype



Der Tag 4 der Strassenschliessung heute war gleichzeitig der 1. Schultag nach den Ferien. Gerade mal die Hälfte der Klasse traf morgens im Klassenzimmer ein und mit den andern SchülerInnen begann die Aktion "Skype - Schule". Da meine Frau den ganzen Morgen über Unterricht hielt, konnte ich die "Ausgeschneiten" betreuen. Dies bedeutete natürlich einen personellen Aufwand, der nur für ein solches Experiment mal betrieben werden kann und der bestimmt nicht besonders zukunftsweisend ist, schliesslich gilt es ja allenthalben Lehrkräfte und Lektionen einzusparen. 

Jedenfalls bot uns der heutige Tag eine eindrückliche Gelegenheit, mal Skype nicht nur als "Spielzeug" im ICT-Wahlfachunterricht sondern als wirklich nützliches Kommunikationsmedium mit SchülerInnen einzusetzen, die wegen Lawinengefahr und Lawinenniedergängen den Unterricht nicht besuchen können. 

Zu Tagesbeginn mussten wir uns noch mit technischen Problemen abmühen, bald lief es aber recht rund. Vorerst bereitete uns v.a. die Akustik Probleme. Eine Art Rückkopplung - oder was immer - bescherte uns bei einzelnen Verbindungen unerträgliche Geräusche in allen möglichen Variationen. Durch eine Positionsänderung der betroffenen Netbooks konnte diese unhaltbare Situation dann aber behoben werden. An das Ruckelbild mit seinen manchmal grotesken und auch humoristischen Standbildern gewöhnte man sich irgendwann, wichtig war ja für unseren Zweck eine gute akustische Verbindung.

Sollten sich Unterrichtsformen im Bereich des Videounterrichtes zwischen verschiedenen Klassen in Zukunft etablieren können, so ist eine Infrastrukturanpassung (v.a. wohl eine leistungsstarke Glasfaserleitung) jedoch zwingend von Nöten. Recht unbrauchbar kommen die Bilder oftmals auf der andern Seite an, oftmals mit zeitlicher Verzögerung und niemals wirklich richtig bewegt. Dies wird dann bemühend, wenn man z.B. auf einem Papier oder an der Wandtafel Sachverhalte mit Stift oder Kreide veranschaulichen will und das Bild zum gesprochenen Text erst viel später beim Empfänger ankommt: Verwirrung total! So versuchte ich heute einem Schüler eine Bruchrechnung grafisch darzustellen, staunte aber, von welchen Figuren das Kind am andern Ende der Leitung berichtete. Von solchen, die ich eine Minute zuvor gezeichnet hatte. Dieses Experiment mussten wir sehr schnell abbrechen.

Wozu sich Skype jedoch heute sehr gut bewährte, war zur althergebrachten Kommunikation, so wie sie auch am Lehrerpult statt findet. Immer mal wieder wurde ich angerufen, um Hilfe bei Mathaufgabe XY oder Franzübung Z zu geben, man versicherte sich von Schülerseite, auch alle schriftlich abgegebenen Anweisungen richtig verstanden zu haben, wollte wissen, was zu tun sei, wenn alle Aufträge beendet seien (Antwort: den Tag geniessen!) oder ob es dem Lehrer wirklich Ernst sei, derart viele Aufgaben gegeben zu haben. Inhaltlich galt es etwa im NMM (MU) zum neuen Thema "Tiere im Winter" im Internet zu recherchieren, im Französisch eine Lied zu üben und im Deutsch eine vom Lehrer aufgenommene und in der Dropbox gespeicherte Ration individueller Fehlerwörter (als Audiodatei) zu trainieren. 

Zwei Kinder hatten im Vorfeld vermeldet, zu Hause über einen Internetanschluss zu verfügen, nutzten jenen heute am elterlichen Computer auch, vermochten aber ihr eigenes Netbook mit dem entsprechenden Kabel oder WLAN nicht zu verbinden. Vermutlich wäre dieses Problem mittels einfachem telefonischem Support meinerseits lösbar gewesen, doch ganz ehrlich gesagt, liess ich jenen sein, war ich doch mit den andern "Skypern" schon genügend auf Trab gehalten, so dass ich wohl gar nicht mehr viel mehr Anfragen hätte beanworten können.... 

Zeitweise wähnte ich mich in der Rolle einer Telefonistin vor 70 Jahren: "Nein, im Moment kann ich deine Frage nicht beantworten, habe gerade noch mit XY eine Verbindung am laufen".  "Warte noch 2 Minuten, dann kannst du dein Anliegen anbringen, im Moment sind schon zwei Kinder dran". " Zwei Kinder? Da könnten wir eigentlich ein Konferenzgespräch starten." Zwischendrin klingelt noch das Telefon und jemand, der die Skype- Verbindung nicht hingekriegt hat, setzte einen Notruf ab. Uff, ganz schön turbulent zweitweise! Erst am Mittag stellte ich fest, gar keine Pause eingeschaltet zu haben. Und doch: irgendwann stellte sich so etwas wie Routine ein. Man könnte sich an eine solche Art von "Unterricht" schon gewöhnen, bloss zum Alltag werden darf sie bestimmt nicht. Da fehlt einfach definitiv der 1:1- Kontakt und zwischendurch mal das nicht schräg verzerrte Gesicht eines Schülers/ Lehrers als Gegenüber. Mir ist aufgefallen, dass sich einzelne Kinder, grad aus einem abgeschlossenen Dorfteil, wohl auch etwas einsam fühlten vor dem Computer und sich manchmal mit nicht wirklich dringenden Anliegen meldeten. 

Zur grossen Pause gab's dann eine gemeinschaftliche "Direktschaltung" ins Klassenzimmer. Die "Ausgeschneiten" wurden in einer Konferenzschaltung auf den Bildschirm "gezaubert" und die Kinder, die in Guttannen den Unterricht besuchten, konnten ihnen Grüsse zukommen lassen etc. Während der grossen Pause wurde später der fröhliche Betrieb auf dem tief verschneiten Pausenplatz in die verschiedenen Stuben in der ganzen Talschaft übertragen.

Mein Fazit: Skype ist ein absolut taugliches Kommunikationsmittel für den Bildungsbereich, man organisiere sich aber einen Co- Piloten, will man es im grösseren Stil im Unterricht einsetzen und v.a. mache man ein paar Tausend Franken locker und beschaffe sich die neuste Infrastruktur. Als Tagesexperiment ganz witzig, müssten pädogisch- didaktische Überlegungen für einen längeren oder regelmässigen Einsatz bestimmt noch überdacht werden.

Ob wir das Experiment morgen wiederholen? Das kommt darauf an, wann die Strasse wieder geöffnet wird!

Samstag, 7. Januar 2012

Schule eingeschneit! Netbooks für die "Aussenwelt"

Schulhaus Guttannen


Nach ergiebigen Schneefällen war Guttannen in den Tagen seit Weihnachten mehrmals wegen Lawinengefahr von der Aussenwelt abgeschnitten - nichts Aussergewöhnliches für unser Bergdorf. Am Montag steht nun der Schulanfang nach den Ferien bevor und die Netbooks lagern zwecks Wartung während der Ferien mal wieder im Schulhaus statt bei den Kindern zu Hause (hatten wir doch im Herbst schon mal, grrr!). Da die Strasse noch eine ganze Weile geschlossen bleibt, kann die Hälfte der Klasse den Unterricht nicht besuchen. Genau für diese Situation haben wir die Netbooks mit Skype- Konten ausgerüstet und in der Dropbox lagert genügend Arbeit für die SchülerInnen. 

Heute liessen wir im Rahmen eines Versorgungsfluges fürs Dorf, welcher Lebensmittel und Post brachte, eine Ladung Schulmaterial und auch die Netbooks zu den Kindern im ebenfalls abgeschlossenen Dorfteil Boden und nach Innertkirchen zur Weiterleitung an unsere auswärts wohnhaften Tagesschul- Kinder ausfliegen. Am Montag wird sich zeigen, wie sich die Kommunikation mit Skype bewährt.  FORTSETZUNG FOLGT......


Verlad des Schulmaterials (u.a)

Sonntag, 13. November 2011

Bertrand Piccard ehrt 1:1- Computing-/ Klimapionier- Projekt



Am 8. November wurde das Klimapionier-Projekt "Windenergie für die Schulcomputer" der 5./6. Klasse unserer Schule anlässlich des grossen Klimafestes in Zürich von Bertrand Piccard und André Borschberg (Piloten des Solarflugzeuges solarimpulse) geehrt. Den beiden Pionieren gefiel am Guttanner Projekt die Kombination von Computereinsatz und der direkten Produktion erneuerbarer Energie für den Betrieb der Geräte mit einem Windgenerator beim Schulhaus. Die Klasse durfte als Auszeichnung eine Klimapionier- Urkunde entgegen nehmen und virtuell eine Solarzelle, die auf dem Solarflugzeug selber installiert ist, dort Energie liefert und 2014 mit um die Welt fliegt. 

Verschiedene Medien berichteten vom Anlass und vom Guttanner 1:1- Computing- Projekte in Verbindung mit der Windstrom- Einspeisung:

Bericht im "Berner Oberländer" im Anschluss ans Klimafest
Homepage des Projektes "Klimapioniere"
Interview zum Thema Umweltbildung mit einem "verrückten Lehrer"

Sonntag, 16. Oktober 2011

ICT- Führerausweis

 
Als Instrument zum Festhalten der erreichten Lernziele im Bereich der ICT- Kenntnisse kommt bei uns im Unterricht ein zu diesem Zweck geschaffener "ICT-Führerausweis" zum Einsatz. Die wichtigsten Lerninhalte werden mit Übungen trainiert, wobei auf dem schuleigenen Youtube- Kanal Tutorials (noch im Aufbau begriffen) die Schritte zum Erreichen des Lernziels aufzeigen und die Übungen im eigenen Tempo bearbeitet werden können. Ist eine Fertigkeit gefestigt, wird diese mittels einer Testaufgabe geprüft. Bei erfolgreicher Ausführung erfolgt eine Bestätigung auf der entsprechenden Seite im "ICT- Führerausweis". 

Die Lernziele enthalten verschiedene Anforderungen, die in den Bereich der Oberstufe hineinreichen und es ist nicht die Idee, dass die SchülerInnen nach Abschluss der 6. Klasse die Befähigung für alle Führerausweis- Kategorien abgeschlossen haben. Um aber allen SchülerInnen ausreichend adäquate Aufgaben zu bieten, wurde das Repertoire über die eigentlich im Lehrplan der Mittelstufe zugeordneten Lernziele hinaus erweitert.

Inhalte:
  • Dokumente in Ordnern und in der Dropbox speichern.
  • e-mails mit Anhängen versenden, eine elektronische Adressdatei führen.
  • Texte in einem Textprogramm formatieren und mit grafischen Elementen gestalten.
  • Funktionsweise eines Browsers kennen, mit einer Suchmaschine gezielt Informationen im Internet finden, Wikipedia kennen und nutzen.
  • Mit einem Kalkulationsprogramm kleine Kalkulationen erstellen und als Diagramm grafisch darstellen.
  • Mit einem Präsentationsprogramm eine Präsentation mit integrierten Text-, Bild-, Audio- und Videodateien gestalten.
  • Fotos von Digitalkamera auf Computer laden, eine Diashow herstellen und ein Archivsystem kennen.
  • An einem Chat teilnehmen, Sicherheitsregeln und Netikette kennen, mit VoiP- Software kommunizieren.
  • Eine Audiodatei selber aufnehmen, bearbeiten und im MP3- Format speichern.
  • Mit einer Digitalkamera einen Film aufehmen, auf dem Computer bearbeiten, Musik, Titel und Effekte hinzufügen. Fertigen Film auf DVD oder online speichern.
  • Basiskenntnisse in einer einfacher Programmiersprache (z.B. Scratch), einen einfachen Ablauf programmieren.
  • Tastaturschreiben: ganzes Lernprogramm erfolgreich durchgearbeitet.

Sonntag, 4. September 2011

Fernunterricht mit Skype



In Guttannen sind die Naturkräfte allgegenwärtig. Waren es früher im Winter die Lawinen, die das Dorf immer mal wieder von der Aussenwelt abschnitten, so sind es seit fortschreitender Klimaerwärmung und auftauendem Permafrost neuerdings im Sommer die Murgänge von Hausberg Ritzli (www.spreitgraben.ch), die uns auf Trab halten. Wenn, wie heute, Guttannen wegen Murgang  oder Lawinenniedergang von der Aussenwelt abgeschnitten (bzw. nur übers Wallis erreichbar) ist, kann die Hälfte der Klasse den Unterricht nicht besuchen. Für solche Situationen haben sich alle Kinder ein Skype- Konto eingerichtet, damit wir an solchen Tagen trotzdem in Kontakt bleiben können und eine Art Fernunterricht möglich ist. 

Die heutige Strassensperrung wegen eines Murgangs gestern Abend hat aber gezeigt, dass dies bedeutet, unsere Praxis mit den Netbooks zu ändern. Diese bleiben nämlich jeweils übers Wochenende für Wartungsarbeiten im Klassenzimmer, eine Regelung, die sicher angepasst werden muss. Heute morgen gab's am Telefon bereits enttäuschte Reaktionen von Kindern, die sich gerne via Skype mit der Schule verlinkt hätten.

Mittwoch, 24. August 2011

Willkommen Windows 7!

Nach einigem Zaudern habe ich mich nun dafür entschieden, auf allen Rechnern das längst auch nicht mehr wirklich neue Betriebssystem Windows 7 zu installieren. Dieser Schritt wollte gut bedacht sein, denn die Internetgemeinde war sich nicht ganz einig, ob ein reibungsloses Funktionieren des Systems auf unseren hp2133- Netbooks überhaupt gewährleistet sei. Da sich in den vielen Blogs aber auch durchaus optimistisch stimmende Artikel fanden, wagte ich den Schritt und installierte nach einer kurzen Testphase auf allen Rechnern während der Sommerferien Windows 7. 

Nach rund 10 Unterrichtstagen kann gesagt werden, dass sich die Netbooks bis jetzt durchwegs kompatibel und gar recht leistungsfähig zeigen. Schwerwiegende Probleme tauchten keine auf und die Geschwindigkeit der Rechner wurde in keiner Weise beeinträchtigt. Ich bin vorsichtig optimistisch, dass der Umstieg erfolgreich zu sein scheint. Angezeigt war jener eigentlich schon eine Weile, sind doch Updates fürs von uns allen sehr geschätzte Windows XP nicht mehr verfügbar.

Sonntag, 7. August 2011

Windenergie für Netbooks


In Zusammenarbeit mit der Organisation "myclimate", die eng mit dem Schweizer Pionier Bertrand Piccard zusammen arbeitet, ist unsere Klasse seit einiger Zeit im Projekt "Klimapioniere" engagiert und wird nach den Sommerferien verschiedene Aktivitäten zur Finanzierung des mittlerweile seit bald zwei Monaten laufenden Windgenerators durchführen. 

Auch wenn der Sommer bisher kaum Föhntage mit sich brachte, wird die in den letzten zwei Monaten eingespeiste Windenergie für den Betrieb der Netbooks für längere Zeit ausreichen. Im Herbst, Winter und Frühling werden zahlreiche Föhntage die Stromproduktion weiter erhöhen, so dass gewiss auch der Energiebedarf vom Access Point und Router voll gedeckt werden kann. 

Kürzlich erschien im "Berner Oberländer" ein Artikel, welcher u.a. die Verbindung des 1:1- computing Projektes mit jenem rund um die Aktion "Klimapioniere" thematisiert. Zur Lektüre des Artikels bitte untenstehenden Ausschnitt anklicken:

Samstag, 6. August 2011

Ferien!


Derzeit sind in Guttannen die Sommerferien noch in vollem Gange, ab dem 15. August geht's dann ins neue Schulahr. Unser 1:1- computing- Projekt wird an jenem Tag bereits in sein zweites Jahr starten.

Foto: SchülerInnen der 5./6. Klasse in ihren selbst gebauten Liegestühlen in Ferienstimmung.